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Kosten & Investition

Was eine massgeschneiderte Lösung kostet und was sie bringt

Ehrliche Kostenübersicht: Was den Preis beeinflusst, wie sich die Investition rechnet und ab wann sie sich lohnt.

«Was kostet das?» ist die häufigste Frage, die ich höre. Und die ehrlichste Antwort lautet: Es kommt darauf an. Aber damit Sie nicht mit dieser Nicht-Antwort allein dastehen, zeige ich Ihnen in diesem Artikel transparent, was den Preis beeinflusst, in welchen Grössenordnungen sich Projekte bewegen und wie Sie den tatsächlichen Wert einer Lösung einschätzen können.

Keine Pauschalpreise, kein Verkaufsdruck. Nur eine ehrliche Orientierung, damit Sie gut informiert entscheiden können.

Was den Preis beeinflusst

Der Preis einer massgeschneiderten Lösung hängt von vier Faktoren ab. Wenn Sie diese verstehen, können Sie den Aufwand für Ihr Vorhaben realistisch einschätzen.

1. Komplexität der Geschäftslogik

Der grösste Kostentreiber ist die Komplexität Ihrer Geschäftsregeln. Wie viele Produktvarianten gibt es? Wie individuell sind Kundenkonditionen? Wie viele Ausnahmen müssen berücksichtigt werden? Je mehr Regeln im System abgebildet werden müssen, desto aufwendiger ist die Umsetzung.

2. Anzahl und Art der Schnittstellen

Muss das Tool mit einem ERP kommunizieren? Mit einem CRM? Mit einem PIM-System? Jede Schnittstelle bringt eigene Anforderungen mit: Datenformate, Authentifizierung, Fehlerbehandlung. Systeme mit modernen APIs (REST, GraphQL) sind deutlich einfacher anzubinden als ältere Systeme mit Datei-Exporten oder proprietären Protokollen.

3. Umfang der ersten Version

Soll das Tool einen einzelnen Prozess abdecken oder gleich mehrere? Brauchen Sie ein Kundenportal zusätzlich zur internen Oberfläche? Ist ein Reporting-Dashboard gewünscht? Je mehr Funktionen in der ersten Version enthalten sein sollen, desto höher die Investition. Deshalb empfehle ich immer, mit einer fokussierten Erstversion zu beginnen.

4. KI-Komponenten

Wenn KI-gestützte Verarbeitung Teil der Lösung ist (z.B. automatische Datenextraktion aus E-Mails oder Dokumentenklassifikation), kommen laufende Betriebskosten für die KI-Infrastruktur hinzu. Diese sind überschaubar, sollten aber einkalkuliert werden.

In welchen Grössenordnungen sich Projekte bewegen

Damit Sie eine realistische Vorstellung haben, hier die typischen Projektgrössen, die ich sehe. Das sind keine fixen Preise, sondern Erfahrungswerte.

Prozess-Check (Analyse)

Dauer: 2 bis 4 Wochen. Ergebnis: Klares Bild des Ist-Zustands, priorisierte Verbesserungspotenziale, konkrete Empfehlung für den ersten Schritt. Das ist ein eigenständiges Ergebnis, das für sich Wert hat, auch wenn Sie sich danach gegen eine Umsetzung entscheiden.

Startlösung (erstes Modul)

Dauer: 4 bis 12 Wochen. Umfang: Ein klar abgegrenzter Prozess mit Grundfunktionalität, Anbindung an ein bis zwei bestehende Systeme. Dieses Modul läuft produktiv und bringt sofort messbaren Nutzen.

Ausbau und Erweiterung

Nach der Startlösung: Weitere Module, zusätzliche Schnittstellen, KI-Komponenten, Kundenportal. Der Umfang wächst mit dem Bedarf. Jede Erweiterung hat einen eigenen definierten Umfang und Preis.

Transparenzprinzip

Jede Phase ist separat beauftragt und abgerechnet. Sie entscheiden nach jeder Phase, ob und wie es weitergeht. Es gibt keinen Vertrag, der Sie zu einem Gesamtprojekt verpflichtet. Das ist bewusst so, weil gute Zusammenarbeit auf Vertrauen basiert.

Wie Sie den ROI realistisch berechnen

Der Return on Investment einer massgeschneiderten Lösung ist oft deutlich höher als erwartet, wenn man ehrlich rechnet. Die meisten Unternehmen unterschätzen, was manuelle Prozesse sie tatsächlich kosten.

Die ehrliche Rechnung

Nehmen Sie einen konkreten Prozess: Zum Beispiel die Verarbeitung eingehender Bestellungen. Rechnen Sie zusammen:

  • Zeitaufwand pro Vorgang: Wie viele Minuten braucht eine Person pro Bestellung? Rechnen Sie grosszügig: Lesen, Interpretieren, Rückfragen, Eintippen, Prüfen.
  • Anzahl Vorgänge: Wie viele Bestellungen pro Tag, pro Woche, pro Monat?
  • Kosten pro Stunde: Was kosten die Mitarbeitenden, die diesen Prozess bearbeiten (inkl. Nebenkosten)?
  • Fehlerkosten: Was kosten Fehler, die durch manuelle Übertragung entstehen? Falsche Lieferungen, Korrekturen, Kulanzleistungen.
  • Opportunitätskosten: Was könnten die Mitarbeitenden tun, wenn sie nicht mit Abtippen beschäftigt wären?

Bei einem Unternehmen mit 40 Bestellungen pro Tag, 15 Minuten Bearbeitungszeit pro Bestellung und CHF 50 Vollkosten pro Stunde ergibt sich ein jährlicher Aufwand von rund CHF 125'000 allein für diesen einen Prozess. Wenn eine Lösung die Bearbeitungszeit halbiert, rechnet sich die Investition in wenigen Monaten.

Investition vs. Kosten: Der Unterschied in der Denkweise

Standardsoftware-Lizenzen sind laufende Kosten. Sie zahlen monatlich, unabhängig davon, wie viel Nutzen Sie daraus ziehen. Wenn Sie wechseln, sind die bisherigen Zahlungen verloren.

Eine massgeschneiderte Lösung ist eine Investition. Sie gehört Ihnen. Der Wert steigt mit jedem Monat, weil sie genau auf Ihre Prozesse zugeschnitten ist und mit Ihrem Unternehmen wächst. Die Anfangskosten sind höher, aber langfristig stehen Sie besser da, wenn der Prozess spezifisch genug ist.

  • Keine Lizenzkosten: Sie zahlen für die Entwicklung und den Betrieb, nicht für Lizenzen pro Nutzer.
  • Kein Vendor Lock-in: Der Code gehört Ihnen. Sie sind nicht an einen Anbieter gebunden.
  • Skalierbarkeit: Mehr Nutzer, mehr Volumen, neue Prozesse, das alles ist möglich, ohne dass die Kosten linear steigen.

Wann sich die Investition nicht lohnt

Ehrlichkeit gehört auch zur Kostenfrage. Es gibt Situationen, in denen eine massgeschneiderte Lösung sich nicht rechnet:

  • Zu wenig Volumen: Bei wenigen Vorgängen pro Woche reicht die Einsparung nicht, um die Investition zu rechtfertigen.
  • Standardprozesse: Wenn Ihre Abläufe dem Branchenstandard entsprechen, ist Standardsoftware die bessere Wahl.
  • Kurzfristige Lösung gesucht: Wenn Sie morgen eine funktionierende Lösung brauchen und nicht 6 bis 8 Wochen warten können.

Wenn ich in einem Gespräch merke, dass eine massgeschneiderte Lösung nicht die richtige Antwort ist, sage ich das offen. Lieber eine ehrliche Empfehlung als ein Projekt, das am Ende nicht den erwarteten Nutzen bringt.

Der nächste Schritt: Klarheit über Ihre Situation

Wenn Sie wissen möchten, ob sich eine massgeschneiderte Lösung für Ihre Situation rechnet, gibt es zwei Wege. Der kostenlose Fit-Check gibt Ihnen eine erste Einschätzung in wenigen Minuten. Oder ich bespreche mit Ihnen direkt in einem Erstgespräch Ihre konkrete Situation, Ihren aktuellen Kostenaufwand und die realistische Perspektive.

ROI-Rechner: Lohnt sich die Investition?

Passen Sie die Werte an Ihre Situation an.

CHF
CHF 20'000 CHF 500'000
%
20% 70%
CHF
CHF 15'000 CHF 200'000

Jährliche Einsparung

CHF

Break-Even nach

Monaten

ROI nach 3 Jahren

CHF

Die Investition zahlt sich innerhalb eines Jahres zurück.

Die Investition zahlt sich innerhalb von 2 Jahren zurück.

Der Break-Even liegt bei über 2 Jahren. Prüfen Sie, ob der Umfang der Startlösung reduziert werden kann.

FAQ

Häufige Fragen

Gibt es versteckte Kosten, mit denen ich rechnen muss?

Nein. Jede Phase wird vorab definiert und mit einem klaren Preis versehen. Laufende Kosten (Hosting, KI-Nutzung, Wartung) werden transparent kommuniziert, bevor Sie sich entscheiden. Es gibt keine Überraschungen nach Projektstart.

Was kostet der laufende Betrieb nach dem Launch?

Die Betriebskosten setzen sich zusammen aus Hosting, Wartung und optionaler Weiterentwicklung. Hosting und Wartung bewegen sich typischerweise in einem überschaubaren monatlichen Rahmen. Weiterentwicklung wird nach Bedarf und Aufwand abgerechnet.

Kann ich den Prozess-Check machen, ohne mich zu einer Umsetzung zu verpflichten?

Ja, das ist sogar der Normalfall. Der Prozess-Check ist ein eigenständiges Ergebnis. Er liefert Ihnen eine klare Analyse und Empfehlung. Ob Sie danach umsetzen, ist Ihre Entscheidung. Es gibt keinen automatischen nächsten Schritt und keinen Verkaufsdruck.

Rechnet es sich für Sie?

Der Fit-Check gibt Ihnen eine erste Einschätzung, ob eine massgeschneiderte Lösung in Ihrer Situation wirtschaftlich sinnvoll ist.